Textildruck

Textildruck - Was ist wichtig und wo ist der Unterschied zwischen Siebdruck, Digitaldruck und anderer Textilbeschriftung.

Wenn es um die Auswahl des richtigen Verfahrens für den Textildruck geht, steht man als Branchenfremder oft ratlos da. Dabei ist die Auswahl des richtigen Druckverfahrens oft schon druch das Motiv vorgegeben. Hier ein paar typische Fälle und die Zuordnung zum richtigen Beschriftungsprozess.

1. Mein Motiv hat klar umrissene Linien, es ist Logoartig und man könnte es mit einer Schere aus Papier schneiden.

Hier sind Logos, Schrften oder Grafiken mit gemeint, die als Vektorgrafiken, also Stichzeichnungen vorliegen. Typisch für Vektrografiken ist, dass man sie ohne Qualitätsverlust vergrößern und in der Regel durch Mausklick auch die Farbe verändern kann. Beipieldateiformate sind: .cdr ai. .ttf .pdf .svg .wmf. oder emf.

Das richtige Druckverfahren für Textilien:

Bei einfarbigen oder oder wenigfarbigem Motiven in kleiner Auflage empfielt sich der Flex oder Flockdruck. Soll eine Auflage von über 25 Stück oder ein Design mit vielen Farben verwendet werden, ist Siebdruck das Richtige.

2. Mein Motiv hat Farb/Grauverläufe und Schattierungen

Hier past im Prinzip alles rein, was man als Foto oder Bild bezeichnen kann. Also Motive mit übergehenden Farben und sehr feinen Details.

Das richtige Druckverfahren für Textilien:

Leichte Farb oder Grauschatierungen lassen sich per Siebdruck umsetzen, dass muss man genau nach Motiv entscheiden. Digitaldruck ist auf jeden Fall machbar, hier kann alles umgesetzt werden, was ein regulärer Tintenrstrahldrucker auch ausgeben kann.

Die Druckverfahren im einzelnen:

Siebdruck

Beim Siebdruck wird aus der Vorlage eine Sieb belichtet, d.h. es werden nur die Teile farbdurchlässig, die nachher das Motiv darstellen. Mit Hilfe einer gelartigen Farbe wird z.B. das T-Shirt bedruckt.

Vorteil: Größere Auflagen können relativ Kostengünstig gefertigt werden. Detailreiche Darstellung. Sehr langlebige Drucke, sehr kräftige Farben.

Nachteile: Einmalige Vorkosten für Sieb und Aufbau entstehen. Mehrer Farben erfordern mehrere Siebe und multiplizieren die Vorkosten.

Digitaldruck

Hier wird das Motiv mit einem Spezialdrucker auf eine Spezialfolie aufgebracht und dann unter genauem Hitzeeinfluss und Druck mit dem Textil verbunden.

Vorteil: keine Beschränkung bei der Motivumsetzung, günstiges Verfahren ohne Vorkosten

Nachteile: Keine 100%ige Farbdeckung, gerade bei Schwarz, Ausfärbung häufiges Waschen

Flexdruck

Hier wird das Motiv mit einem Spezialplotter aus einer weichen Folie oder Flockmaterial ausgeschnitten und anschliessend mit einer Speizalpresse unter Hitze mit dem Textil verschweist.

Vorteil: sehr kräftige, deckende Farben, günstiges Verfahren ohne Vorkosten

Nachteile: Nur für Schriften und klare, logoartige Motive geeignet.